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Unser Drei-Quadratmeter-Zuhause auf vier Rädern

5. Januar 2019. Keine sechs Stunden im Land und wir haben bereits unseren Traum Van gefunden. Mit 13.300 neuseeländischen Dollar beziehungsweise circa 7.860€ weniger auf dem Konto, sind wir mal wieder die glücklichsten Menschen der Welt.

Geld alleine macht nicht glücklich – Träume erfüllen dafür umso mehr!

Wir sind also offiziell Besitzer eines Camper Vans! Wir können unser Glück kaum fassen: Wir hatten uns auf eine mehrtägige Suche mit vielen Besichtigungen eingestellt, aber da wir bereits aus Deutschland vorgearbeitet haben, hatten wir direkt fünf Stunden nach Abreise ein Treffen mit einem super lieben französischen Surfer-Pärchen in Onehunga, Auckland, die uns ihren Van vorstellten. Nach einigen Inspektionen unsererseits, die wir ebenso gut hätten weg lassen können, da wir eh absolut keine Ahnung von Autos haben, viel der Entschluss.

Herz über Verstand – Bauchgefühl über offizieller fachmännischen Inspektion: GEKAUFT!

Wir haben einen Van. Einen ganz eigenen. Wir haben ein kleines Zuhause nur für uns zwei – unser erstes gemeinsames Zuhause. Seit dem 08. Januar 2019 wohnen wir jetzt also auf ungefähr drei Quadratmetern zusammen!

Für nur $9 haben wir nach Ausfüllen eines einzigen Zettels und Vorlage des Reisepasses bei der Post, den Van auf unseren Namen angemeldet und durften, mit viel Vertrauen der beiden Franzosen in uns, ohne Bezahlung mit unserem neuen Van los fahren. Die Bezahlung folgte dann natürlich einen Tag später!

Also, wir stellen vor: George, das neueste Mitglied unserer kleinen Reisegruppe Sonnenschein: Mr. George (Clooney).

George ist von der Gattung Nissan Caravan / Homy, geboren im Jahr 1993 (dafür aber, ebenso wie unser geliebter Mr. Clooney aus Hollywood noch in super Form und echt ein top Typ) und hat um die 112.000km auf der hohen Kante.

Er hat WOF und REGO und ist SELF-CONTAINED:

WOF ist quasi die neuseeländische Form des deutschen TÜV. In Neuseeland gibt es den für Autos, die nach 2000 erstmalig registriert wurden für maximal ein Jahr, für Autos, die vor 2000 erstmalig registriert wurden, wie unser alter George, für maximal 6 Monate. REGO ist die neuseeländische Straßenzulassung, die man sich ganz einfach bei der Post für eine beliebige Anzahl an Monaten holt (die neuseeländische Post ist schon ein krasser All-Rounder und übertrifft bei weitem die Idee der "Post" an sich). SELF-CONTAINED war für uns das wichtigste beim Kauf unseres Vans, denn durch dieses Zertifikat dürfen wir auf Stellplätzen stehen, die nichts kosten sowie an ein paar vereinzelten kostenfreien öffentlichen Plätzen. Das Zertifikat „Self-Contained“ bekommt man, wenn man Frischwasserzufuhr für mindestens drei Tage pro Person hat – wir fahren also mit 22 Liter Frischwasser durch die Gegend und haben dazu ein süßes kleines Waschbecken, was von der Größe her maximal zum Zähneputzen reicht. Der Abwasch wird also draußen gemacht. Zudem braucht man einen Abwassertank, der eben soviel Wasser auffängt wie man frisches verbraucht (macht Sinn oder?) – wenn wir also nicht gerade 22 Liter Frischwasser durch die Gegend fahren, dann fahren wir mit 22 Liter Dreckwasser – hier nennt man das White and Brown Water und es gibt extra Orte zur Entsorgung dieses Wassers - durch die Gegend. Zudem brauchen wir einen Mülleimer und eine Toilette. Unser Mülleimer ist so ein kleiner Badezimmermülleimer – der Größe entsprechend könnt ihr euch sicherlich vorstellen, wie oft wir den Müll wegbringen dürfen. Wer den Müll rausbringt, war bei uns übrigens noch nie ein Streitthema. Unsere Toilette residiert entspannt und permanent sauber, da permanent unbenutzt, in einem Fach unter unserem Bett – permanent unbenutzt, da wir sowieso immer an Orten halten und schlafen, an denen es eine Toilette gibt und sowieso jede Freilufttoilette besser ist, als mit seiner Scheiße durch die Gegend zu fahren oder gar auf ihr zu schlafen.

Es war einfach Liebe auf den ersten Blick - damals und auch heute.

George ist einfach perfekt. Er hat eine kleine Küche, eine Sitzecke, die sich super einfach zu einem gemütlichen Doppelbett umfunktionieren lässt, genügend Stauraum für uns beide unter wie auch über dem Bett und sogar Fenster mit Moskitonetzen, so dass wir Nachts bei offenem Fenster und zum Meeresrauschen schlafen können.

Nachträglich haben wir ihn noch selber etwas aufgepimpt – ein paar batteriebetriebene Lichterketten, eine Wimpelkette, Polaroids von unseren Liebsten, eine Solardusche, ein kleiner Kühlschrank, der über den Zigarettenanzünder betrieben wird, das eine oder andere Accessoire für die Küche, die Lieblingsbettwäsche von Zuhause und natürlich ein Traumfänger, der uns nicht nur vor Alpträumen bewahren soll, sondern auch unsere schönsten Träume in diesem Land wahr werden lassen soll.

Da wir also alles haben, was man braucht, um sowohl rechtmäßig als auch mit dem größten Wohlfühl-Faktor im neuseeländischen Linksverkehr teilzunehmen, können wir es kaum abwarten, endlich mit unserem liebsten George, dieses traumhafte Land zu erkunden.


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